Akku Preise - keine Grundsatzdiskussionen oder Angebotspreise...

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Hallo zusammen :)

ich habe mir mal die Preise von den ProCore Akkus angeschaut und war "geschockt" über die Preise von den ProCore 12Ah Akkus. Wenn ich sehe, das UVP ohne Märchensteuern bei diesen Akkus bei 245€ liegen (mit Märchensteuer sind das 291,55€) frage ich mich nach dem warum... wenn man das - auch wenn man dies nicht mehr machen sollte - in DM umrechnet, kommt man auf einen Preis von 570,22DM !!!!!!!!

Haben eigentlich früher "große" Akkus bei Akku Werkzeugen auch zwischen 500DM und 600DM gekostet? Gab es überhaupt "große Akkus" damals? Denke mal 8Ah und 12Ah sind eine neue Entwicklung die es früher sicherlich nicht gegeben hat nur wie waren die Preise früher bei 4Ah oder 5Ah Akkus - sofern es die denn da gegeben hatte.

Versteht mich bitte nicht falsch aber ich habe mich damals noch nicht mit dem Thema befasst und auch nie früher Werkzeug gekauft. Für mich ist das ein relativ neues Thema und das erstaunt mich nun schon sehr. Vor allem wenn man bedenkt, das die Akku Werkzeuge zum Teil ja günstiger sind als die dazugehörigen Akkus *lach*

Abgesehen von besonderen Aktionen, Sonderpreise oder Angebote...
Wieso ist so ein Akku eigentlich so teuer? Was macht ihn so teuer? Ist es nur der Inhalt (die Akkuzellen, Elektronik, Produktion) oder spielt da auch sehr viel der Markenname mit eine Rolle? Eine Geschichte des Marketing?

Naja egal - habe mir erst mal 2 für meinen GAS 18V-10 L geordert weil mir die Laufzeit von den 5Ah Akkus nicht ausreicht und ich eh mir irgendwann in Zukunft noch die schöne GCM 18V-305 GDC holen möchte. Da würde ich die ja eh noch gebrauchen :)))

Bin mal gespannt was eure Meinung dazu ist und hoffe, das ihr mir das bitte ein wenig näher erklären könnt. Mich intressiert dieses Thema sehr und würde gerne mehr darüber erfahren.

Vielen lieben Dank :)

Dieser Beitrag wurde editiert von neuer Benutzer am 11.06.2021, 00:27 Uhr
Begründung: asd


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Die Original-Akkus waren schon immer prozentual sehr teuer. Auch schon vor 20Jahren  waren 2 Akkupacks teurer als das Gerät selbst! Schaue Dir mal die Preise der großen Akkus bei Stihl (AP300S), Husquarna, Festool usw. an, da wird einem schwindelig...

aus dem echten Nordfriesland!

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Moin
Meine Dewalt bei ca.2004 herum bei 18v-2,6ah bei 149eur das Stück.(2020, 18V 12ah im Vergleich 149eur x 5  745eur)
Seit um 20 Jahre wurden Akkus immer billiger bis 2021, dann gabs die Kurve Mitte Frühjahr..bis Sommer..
Bei mir gings um ein "knapp Material", vermutlich das Akku bald nicht nur 245eur sondern 450eur im nächsten Jahr was..?
Mit müssen nur mal schauen was mit unserem Geld kommt, bzw. oder wieviel ist unser Geld wert.
Wir sind mitten in der Wirtschaftskrise, ist eine neue Währung,jetzt, ich wette das Gedruckt wie verrückt..
Momentan wollen die Häuser noch schnell mal ein Haus kaufen, unser Maklerbüros haben Besichtigungstermine, es kommen dann gleich 20 Käufer am Samstag vorbei schauen, dann können sich die 20 Bewerber den Kopp einschlagen.
Wer die "volle Marie" hat, sofort jetzt gleich zum Notar geht.
Nach 12 Jahren waren schon die Zinsen wertlos, war schon ansich pervers ..die Leute stopfen ihre Safes voll.
Es geht jetzt um den Kragen.
Jeder soll froh sein ,eigenes bezahltes gutes Werkzeug, ein Lager bestückt und "nach der Zeit" eine Arbeit gebraucht wird, für den Notfall wird kommen.
Schlimm wären Autos/Maschinen leasen, Material "just in time" liefern, Halle gepachtet, ist kein Hintergrund mehr da, dann wäre noch an der Nase puhlen.
Gruss Willy

Dieser Beitrag wurde editiert von willyausdemnorden am 11.06.2021, 06:33 Uhr
Begründung: tippfehler

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Du möchtest zwar keine Grundsatzdiskussion, fängst deinen Startbeitrag aber mit einer Grundsatzdiskussion an?

Willkommen im Jahr 2021. Wir haben vor 20! Jahren von Euro auf DM umgestellt. Ach nee, war ja anderst herum. Wir bekommen also seit 20 Jahren unser Gehalt, unseren Lohn oder eben das Geld der Kunden in Euro. Was soll da die alberne Umrechnerei? Rechnest du dann auch Inflation, gestiegene Lohn- und Logistikkosten mit ein wenn du so umrechnest? Ach nee, sicher nicht.

Die Akkus kosteten schon immer Geld. Einen ProCore 12Ah mit den heutigen Leistungsdaten gab es damals nicht, jedenfalls nicht in der Größe. Natürlich konnte man damals schon Akkus bauen, die sowohl den Strom als auch die Kapazität zur Verfügung stellen konnten, das waren dann aber solche die man auf einem Bollerwagen umherzog (bzw. Tat man es eben nicht).
Ob die Akkus wirklich "teuer" sind, muss man vor allem mit einem Marktvergleich heute machen, mit Akkus, die eine ähnliche Leistungsklasse haben. Dann sind Sie es nämlich nicht mehr.

Maria, Maria, i like it laut!

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hmm... vielleicht hätte ich meinen Eröffnungspost nicht zu ausführlich schreiben sollen sondern auf die wesentlichen Punkte meiner Unwissenheit begrenzen sollen... das mit dem Umrechnen zu DM steckt in mir drin *lach* da kann ich nicht für. Ich habe zu D-Mark Zeiten von der reinen Zahl her doppelt so viel verdient als zu Euro Zeiten (mit anderen Worten der Verdienst war nicht mehr oder weniger zu irgendeiner Zeit) aber viele Produkte haben heute anstelle dem "DM" nun "€" beim Preis stehen bzw. sind sogar teurer geworden - aber das war ja nicht meine Frage. Diese Umrechnung am Anfang war nur eine Feststellung von mir und ich war erschrocken über den hohen Preis eines Akkus. Nicht mehr - aber auch nicht weniger ;-)

Meine Frage war, ob es früher auch schon so "teuer" mit den "großen" Akkus bei Werkzeugen war (natürlich gab es dort noch keine 8Ah oder 12Ah Akkus ) und was denn generell so verdammt teuer an diesen Akkus ist. Irgendwas muss es ja geben, das diese hohen Preise rechtfertigt und ich würde halt gerne wissen, was es denn so ist, der am Ende so einen Preis für einen guten Akku ausmacht.

Wie gesagt ich habe keine Ahnung von der Materie hier und hatte mich damit noch nie befasst. Ich habe erst seit 8 Jahren Akku-Werkzeug und finde es halt intressant wie weit wir heute schon mit der Technik gekommen sind. Allerdings habe ich halt auch Fragen bezüglich den Akkus an für sich. Was steckt drin (mittlerweile schon hier in diesem Forum sehr informativ und lehrreich vermittelt bekommen) und nun halt die Frage nach der Zusammenstellung des Preises von Akkus und warum er halt so teuer ist.

Abgesehen von unvorhersehbaren Dingen wie Corona, Lieferengpässe etc. Ich gehe einfach mal von UVP des Herstellers aus.

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Hallo Willy,

also waren Werkzeug Akkus schon immer so teuer gewesen? Ist ja echt hammer das man innerhalb von 16 Jahren zum identischen Preis bei deinem Beispiel heute fast 10Ah mehr bekommt :D

Da kommt bei mir wieder die Frage auf - warum waren die damals bei der "kleinen Ah" schon so teuer gewesen sind und was bei den Akkus dann den Preis ausmachte *lach*

Sind die Zellen alleine so fürchterlich teuer?

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Hallo,

man braucht dafür keine Grundsatzdiskussionen.
Die Frage auf die Antwort ist relativ einfach.
Angebot und Nachfrage bestimmt das Marktgleichgewicht und damit auch letztendlich den Preis. Und das trifft auch auf die Herstellungs-Rohstoffe zu. Schaut euch einfach mal den Lithium Preis über die letzten Jahre an.
Man muss sich auch im klaren sein das die "billig, billiger Spirale auch irrgendwann mal zu Ende ist, genau wie die "teuer, teurere"
Stichwort: Schweinezyklus

Und für diese Aussage werde ich gleich wohl gesteinigt,
Bosch GAL 18V-160 C + 2 x ProCORE 18 Volt 12.0Ah kosten ca. 15€ je Ah.
Bosch GAL 18V-40 + 2 x ProCORE18V 4.0Ah kosten ca. 22€ je Ah.

Und wenn ich die Preise mit Stihl usw. vergleiche, steht Bosch eigentlich noch ganz gut da.


 
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Moin,

was sich schwerlich bestreiten lässt, ist die Tatsache, dass die Akkupreise (insbesondere ProCORE) seit Frühjahr 2020 einen Steilflug hingelegt haben, während die Gerätepreise in etwa stagnierten oder nur leicht angestiegen sind. Am Beispiel eines - wohl am meisten verkauften - ProCORE 4Ah sind es +42%.

Ist das Lithium wirklich so viel teurer geworden?
Denn die 12V-Akkus sind komischerweise nicht so stark im Preis gestiegen.

Grüße
Roger
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Du musst unbedingt die UVPs vergleichen, nicht den Straßenpreis. 

Bosch hat lange Zeit Zusatzakkus in Aktionssets gelegt und das Set dann zum normalen Preis an den Händler verkauft. Die Idee war, dass der Händler das Set dann so weiter verkauft. Die Realität: die Händler haben den zusätzlichen Akku einzeln weiter verkauft und das Set als normales Set verkauft. Dadurch sind die Akkupreise stark gedrückt worden. 

Durch die neuen ProDeals bekommt der Kunde den Zusatzakku erst NACH dem Kauf, nicht währenddessen. Dadurch steigt der Händlerpreis weil diese keine Akkus mehr "geschenkt" bekommen. 

Bosch Akkus sind extrem lebensfauerstabil. Mit ist noch keiner kaputt gegangen, nur einer wurde tiefstentladen weil es da Probleme beim GAS 18V-10 unter gewissen Bedingungen gibt. Die Zellen die verbaut werden sind also entsprechend teuer.  Dazu kommt das knowhow, die hohen Ströme der ProCores auch übertragen zu können. Die werden nicht gelötet, sondern mittlerweile mit einem Laser geschweißt weil sonst nichts hält. Es gibt also viele Faktoren für den hohen Preis, aber Akkus waren einzeln schon immer teuer. Fällt dem Erstkunden nur meist nicht auf, kauft er doch ein Set aus Alku, Lader und Gerät. Die sind oft "subventioniert" um den Kunden ins Akkusystem zu bringen. 

Maria, Maria, i like it laut!

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erstellt von Roger . am 11.06.2021, 12:28 Uhr
Moin,


Ist das Lithium wirklich so viel teurer geworden?
 

Nein.
Auch hier möchte ich - wieder'ma - gegen das Halbwissen während der Umstellung unserer Mobilitätswerkzeuge (KFZ) versuchen anzukämpfen.

Lithium ist weder ein Preis, noch ein Mengenproblem und wird es auch nach erfolgter Mobilitätsumstellung nicht werden.
Stichworte dazu:
Bergmännischer Abbau in Australien und neue Verfahren der Extraktion, siehe auch die Infos auf'm ”Battery Day”.

Was bei den sicher noch mittelfristig benötigten NMC(A) Kosten und Versorgungsprobleme bereitet ist des N und das C.
Wer gerade eine Nickelmine hat und die Produktion hochfahren kann, melde sich bestenfalls direkt bei Tesla, das würde zur Schefffsache.
 

Man lernt nie aus.