Akkubohrhammer GBH 36 VF-LI Plus - Testbericht
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Hallo zusammen,
hier könnt ihr eure Testbericht zu dem neuen Akkubohrhammer GBH 36 VF-LI Plus veröffentlichen.
Daneben gibt es noch meinen Testbericht:
https://www.bosch-professional.com/de/de/community/category/testbericht-gbh-36-vf-li-plus-ein-echter-boschhammer/6029882-t/6029881#id6029881

Viel Spaß beim Testen!

Gruß
Stefan
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Danke Stefan.

Gruß
Gelöschter Benutzer
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Guten Abend,

ich hatte heute schon mal ie Möglichkeit mir einen kurzen Eindruck von der EPC Funktion zu machen.

Ohne EPC:
Man bohrt wie gewohnt vorsichtig von Hand hand, und dreht sehr schnell auf, wenn man sieht, das die Bohrerspitze genug Tiefe und Führung hat. Das funktioniert sehr gut und man hat natürlich auf Grund der direkten Steuerung eine gute Einflussmöglichkeit.

Mit EPC:
Man greift voll rein und zieht durch. Dabei merkt man den langsamen Leistungsanstieg sehr deutlich und hört dies auch. Leider ist dieser Anstieg als feste Kurve in die elektronik integriert, so dass man eben keinen direkten Einfluss auf die Kurvensteigung hat. (klar, man kann weiterhin mit dem Finger vom Gas gehen, entspricht aber nicht meinem verständnis der Funktion)
Somit passt die Hochlaufkurve leider nicht zu jedem Anwendungsfall und es kann wie bei mir zu einem zu schnellen Erreichen der max. Leistung kommen.
In meinem Fall platzte dabei Material um das Bohrloch herum mit weg, so dass es eine Art Krater gab.
Nicht schlimm, da es eh alte Platten sind, die weg sollen, so bald die Terasse neu gestalltet wird, und auch keine Funktionseinschränkung des Bohrlochs haben.

Fazit:
Tolle Idee und auch eine saubere Umsetzung im Gerät. Die nächste Stufe dieser Funktion sollte bei Bosch jedoch mit einer Beeinflussung der Kurvensteigung einhergehen ;) Dann wäre die Funktion quasi nicht mehr zu toppen ;)

PS:
Natürlich schmälert das nicht den sonst super Eindruck der Maschine, zumal es hier ja schon jammern auf Top-Niveau ist ;)  Getreu dem Motto, "Hilfe meine Rolex ist komplett aus Gold" ;)

Dieser Beitrag wurde editiert von Bosch Experten-Team am 15.04.2015, 22:18 Uhr
Begründung: minimale Änderungen; und PS:

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Moin
Es ist auch bei Beton verdammt schwer exakt da zu bohren wo auch das Bleistiftkreuz ist, meist wandert der Bohrer doch weg, da kannst du noch so sauber und langsam anbohren, diesen Fehler kennen wir und planen den direkt bei der Konstruktion mit ein (:)
Aber bei Topfbohrungen in Holz könnte ich mir echte Vorteile denken, da muss zuerst langsam dann schneller gebohrt werden auch bei Schlangenbohrern bis die Spitze gut greift.
Wird getestet, dafür haben wir die Geräte ja bekommen.
Ich frage mich aber was wäre eigentlich wenn wir gravierende Schwächen entdecken würden, könnten die noch kurz vor der Markteinführung abgeändert werden?
"Getestet" wurden die Geräte doch schon?
Anbei, ich hoffe das GW den V-Li bekommen hat....
Gruss Willy
 
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Hallo Willi,

mit gravierenden Schwächen müssen wir denk mal nicht rechnen, da Bosch sehr erfahren mit ihren Boschhämmern und der Akkutechnik ist; dazu die Maschinen auch vorab sehr intensiv getestet werden.

Jetzt die Markteinführung soll ja schon jetzt im April sein, womit die Maschinen bestimmt schon produziert sind....
"Softwareupdates" kann man meines Wissen's nicht schnell noch machen, so das wenn es kleine Schönheitsfehler geben würde, diese über "Austausch" im Servicecenter gemacht werden müssten.... 

@Bosch und die EPC-Runde
Könnte mir vorstellen, das man sich Gedanken über eine "Lernfunktion" machen könnte; sprich beim EPC aktivieren, kann man mit der ersten Bohrung die Kurve einlernen; ebenso die Max-Leistung;

@Willi
in Holz hat EPC durchweg auch seinen Charm; wenn es auch nur um die 70%-Begrenzung geht;
Hab gestern Abend noch meine großen Holzbohrer ausgegraben und Brennholz gebohrt ;-)

Grüße,
mibu3000
Gelöschter Benutzer
Geschrieben am
Mibu, ja eine Einlernfunktion wäre ebenfalls ein schöner weg, um die Nutzbarkeit von EPC zu erhöhen.

Thema größer/grobere Fehler:
Ich glaube ebenfalls nicht, das wir einen Punkt finden, der konstruktionsbedingt ist. Wenn ein Fehler auftritt, dann wohl eher ein Defekt, und selbst das halte ich für unwahrscheinlich. 

Planung heute:
Verbundanker besorgen und die Aufgabe von gestern mit leicht erhöhtem Bohrdurchmesser wiederholen. Mir hats die Dübel aus den Löchern gezogen ;)

Edit:
Fertig, es sind Gewindestangen in 12mm Löchern mit Korbdübel und Verbundmörtel geworden. Schaut schon mal gut aus. Der GBH war wieder mal stak unterfordert.

Dieser Beitrag wurde editiert von Bosch Experten-Team am 16.04.2015, 16:34 Uhr
Begründung: Edit halt ;)

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Moin
Ich habe heute OSB-Platten angedübelt, 6er Löcher durch Platte in KS-Stein, ca. 40 Stück, Akku hält durch.
Kein Unterschied zur Kabelmaschine vom Gewicht her abgesehen.
2 Löcher für Steckdosen vorgstemmt (Hohlwanddosen), problemlos.
Dann an alten Fussbodenfliesen 5x10cm 6er Löcher gebohrt, mit EPC und ohne, ging beides gut.
Mit EPC ist sauberes ansetzen möglich, was man aber sonst auch mit gasgeben macht.
Akku immernoch nicht leer, Ersatzakku noch im Koffer.
Belastet oder ausgelastet war das Viech heute nicht, aber es kommt ja noch mehr.
Was ich sehr toll finde ist das die Maschine "steht", ich brauche mich nicht so tief bücken, genau wie meine Akkuschrauber, feine Sache das die Ings daran gedacht haben.
Ich bin begeistert.
Es wurden Fotos per Handy gemacht, ich bat mir die per Mail zu schicken ist aber noch nichts da.
Morgen gehts weiter.
Gruss Willy

 
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Hallo in die Runde,
vielen Dank für die ersten Berichte!

@Willy
Die Geräte haben bei Bosch müssen einige Tests vor der Markteinführung durchlaufen. Würde eine Maschine diese Tests nicht bestehen, erfolgt keine Markteinführung.

Gruß
Stefan
Gelöschter Benutzer
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Abend allerseits,

hab mal wieder nen Tag mit dem 36er verbracht, diesmal deutlich intensiver als die letzten Tage ;)

Hier nur eine Kurzfassung une ein paar Bildereindrücke ;)

Was war heute dran?
Stemmen! Stemmen! Stemmen!...
Ich habe die oberen 2 Ringe eines gemauerten Gatrenfischteichs abgerissen um dort das Loch mit dem Material teilweise aufzufüllen. Am Ende soll dort Rasenfläche entstehen, auf Niveau des restlichen Gartens ;)


Details zur Aufgabe:
Die Ringe des ehemaligen Fischteichs sind aus Steinen gemauert, die ich als Kalksandsteine identifizieren würde. Jedoch nicht massiv, sondern als Lochsteine. Die Mörtelfugen sind teils noch härter als die Steine.
Die Aufgabe ist einfach, Steine weg; wenn ein paar Steine ganz bleiben, wärs gut, zwecks nochmaliger Nutzung.


Vorbereitung:
Erst mal die Tocher mit Ihrem Tablet davon überzeugen, das ein paar Fotos und Videos notwendig sind.


Durchführung:
Ab ins Loch (siehe Bild), GBH 36 VF-LI Plus in die Hand, losstemmen undaufpassen, dass meien Tochter noch gute Sicht hat ;)
Da ich da schon mal ne Hand voll Steine abgestemmt ahtte, war das Vorgehen rel. klar. Die Fugen Stemmen, dan kommen die Steine recht gut. Also Angesetzt, erst unten, dann die senkrechte Fuge...
Beim Stemmen unten merkt man das aufreißen der Fuge erher schwer, wenn nicht gleich recht große Elemente abheben. Beim Stemmen senkrecht kommt der Stein meist mit einem Sprung der Fuge zum vorschein und ist danach eigentlich auch recht gut ebnehmbar.

Die Stemmleistung des GBH36 ist dabei mit meiner 2-28 absolut Vergleichbar bis minimal besser bei senkrechter Nutzung, da dort das Eigengewicht ja eine Rolle spielt. Von den Vibrationen im  Handgriff muss ich dem 36er die bessere Dämpfng attestieren. Hier ist längeres arbeiten ohne kribbeln in den Händen möglich.
Die akkuladung rechte bei mir im Oberen ringe für etwa 1/3 des Rings aus, und ich kam so gut voran, dass die Kaffeepause sehr gelegen kam. Erst danach war der erste Akku wieder voll geladen ;) (Bitte bendenkt, dass meine Akkus noch keine 5 Ladezyklen haben)

Erkenntnis:
Der GBH 36 VF-LI Plus ist wirklich ein vollwertiger Boschhammer, der auch größere Stemmarbeiten ohne Probleme meistert und dabei auch mit mehr als nur ausreichend Kraft aufwarten kann.
Wer jedoch durchgängig arbeiten will, der benötigt 2 Lader und min. 3 Akkus um die Maschine wirklich pausenlos quälen zu können.
Meine anforderungen werden aber voll erfüllt. Zum einen weil ich im Ernstfall eine GBH 2-28 als Netzgerät mit vergleichbarer Leistung habe, zum anderen, weil so ein Einsatz bei mir die absolute Ausnahme ist udn bleibt.
Dazu kommt, dass ich als Privatanwender im Fall des Falles sowieso die Zeit zu warten hätte.

Den ersten Härtetest hat der 36er also bei mir voll Bestanden.
 
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Geschrieben am
Moin
Mein Testbericht zum Bosch GBH 36 VF-Li PLUS:
Ausstattung:
Im gelieferten Handwerkerkoffer der sehr solide gebaut und mit guten Verschlüssen versehen ist war alles dabei.
Bohrhammer, Lader, 2 Akkus, Schnellspannbohrfutter zum wechseln,Tiefenanschlag, Putzlappen, BDA und sogar eine Tube Fett, siehe auch Bilder.
Im Koffer ist Platz genug für lange Bohrer und Zubehör, ein eventueller Drittakku würde für meine voraussichtlichen Einsätze nicht nötig sein.
Für das Wechselbohrfutter ist nur eine dünne Pappschachtel, eine Plastikdose wäre sinnvoller zumal im Wechselfutter recht filigrane Bauteile wir Kugeln und Ringfeder zu sehen sind, die vermutlich vor Dreck zu schützen wären, bzw. stets gut zu fetten sind.
Das Ladegerät hat zwar eine Möglichkeit das Kabel aufzuwickeln, es ist aber genug Platz vorhanden es einfach seitlich zu legen.
Zum Gerät selber:
Alle Bedienteile sind rot gefärbt und fallen sofort auf.
Der Akku sitzt gut fest, ist sauber verriegelt und wackelt während der Arbeit nicht. Der Umschalter für das EPC geht etwas zu leicht, hat sich bisher aber nicht von allein verstellt.
Griff und Tiefenanschlag sind schnell und einfach montiert und ein-verstellt. Der Wählschalter für die Arbeiten ist selbsterklärend und gut erkennbar.
Der Akku lässt sich leicht entnehmen und auch leicht in den Lader stecken, er sitzt dort zwar recht lose geführt hält aber guten Kontakt, das Anschlusskabel ist so lang das es auch bis zur Steckdose reicht, sehr gut.
Die Lüftungsschlitze finde ich beängstigend gross zumal dahinter kein "Fliegengitter" ist, ich befürchte das bei Überkopfarbeiten der eine oder andere Krümmel dort hineinfallen könnte.
Die Staubschutzmanschette zwischen Griff und Motor scheint mir etwas dünn, bzw. filigran zu sein, ich könnte mir vorstellen das die das erste Ersatzteil werden könnte.
Handhabung:
Die Bauart des Gerätes mit diesem Griff ist sehr komfortabel und erleichtert das Halten zumal der Akku als Gegengewicht gut angeordnet ist. Man kann den Bohrhammer einarmig bedienen was bei leichteren Geräten bedingt durch Bauart des Griffes und Maschinenlänge nicht immer so ist.
Vorteilhaft ist auch das die Maschine mit Griff, Tiefenanschlag und Bohrer trotzdem sicher aufrecht stehen kann, da kann sie nicht in den Dreck fallen und man braucht sich nicht so tief zu bücken.
Das Wechsel der Bohrfutter geht sehr leicht und selbsterklärend, dies könnte aber bei bestimmten Anwendungen auch dazu führen das Bohrfutter mitsamt Meissel verloren gehen falls man nicht aufpasst und beim Stemmen mal abrutschten sollte, ein Bajonetverschluss wäre sicherer, aber auch zeitraubender, man kann nicht alles haben.
Erwähnenswert finde ich die tolle Bohrstellenbeleuchtung, die leuchtet wirklich dorthin wo sie soll, man sieht alles.
Die Testarbeiten:
Ich habe beim Schweinemastbetrieb 150 Stück Schalentränken als freiwillige Zusatzleistung des Mästers zu montieren, siehe auch Bilder, Video.
Jede Tränke wird mit 5 Niroschrauben 6X70mm und je 8mm Dübeln befestigt. Die Wände sind teils Stahlbeton, teils Lekabeton und wie ich nach den ersten 16 Tränken feststellen musste war der Tiefenanschlag doch dringend nötig, ich hatte den Putz der Rückseite vollkommen durchbohrt gehabt...nunja, ist halt passiert, der Bauherr hats schnell ausgebessert..(:)
Die Anbohrfunktion EPC hat sich widererwarten doch als sehr nützlich erwiesen, man hält die Maschine und das Objekt auf Position und braucht nur gasgeben ohne sich noch zusätzlich um die Drehzahl kümmern zu müssen.
Das Hineindrehen der Schrauben habe ich mit dem Wechselfutter ausprobiert, es zeigte sich aber das es mit einer Zweitmaschine zum schrauben deutlich schneller geht, im Video habe ich es aber mal der Vollständigkeit halber vorgeführt.
Als weiteren Test haben wir die Meissel und Hammerbohrfunktionen an einem alten Betonfundament im Garten ausprobiert, 24er Betonbohrer, Spitz-und Flachmeissel, als auch Holz-und Topfbohrer, siehe Video.
Die Leistung:
Sie unterscheidet sich von der kabelgebundenen GBH2-28 rein gefühlsmässig nicht. Für 80 Bohrungen an den Tränken war ein Ladezyklus nötig, insgesamt 2 Ladezyklen am Tag, das ist für mich in meiner bisherigen Laufbahn bei "anderen" Akkubohrhämmern noch nicht untergekommen, sehr gut.
Die Maschine wird mässig warm, leicht fühlbar, aber nicht heiss.
Am Ende der Akkukapazität lässt die Leistung langsam nach, man kann aber noch dieses eine Loch zuende bohren, abrupt stehen bleiben tut das Gerät nicht, zumindest habe ich es nicht soweit kommen lassen.
Das Ladegerät läd in ca 30min wieder auf, vollkommen in Ordnung, durchgehendes Arbeiten also kein Problem.
Die Erwartungen:
Das Gerät hat mich doch sehr überrascht, es hat volle Leistung und ausreichend Kapazität wenn man am Stück arbeiten muss.
Verbesserungsvorschläge:
Der Handwerkerkoffer passt nicht in das progadierte Transport"system", man sollte versuchen alle Geräte wenn möglich ausschliesslich und ohne Ausnahmen in die neuen L-Boxxen auszuliefern.
Der klobige Handwerkerkoffer passt heute nicht mehr zum Thema Ladungssicherung.
Fazit:
Ein gelungene Maschine die dem Handwerker gerecht wird, die kann jeder bedienen, ist alles weitestgehend selbsterklärend, ich hätte diese Maschine vor dem Kauf der Kabelmaschine testen sollen, vermutlich wird die kabelgebundene GBH jetzt als Reservegerät in der Werkstatt liegen.
Ich habe mich sehr gefreut den Bohrhammer testen zu dürfen, einen Dank an Bob!
Zu danken habe ich auch Sireagle(Sascha) weil er mir half die Videos mit dem Betonklotz zu überarbeiten, echt Klasse!!
Gruss Willy







 

Dieser Beitrag wurde editiert von willyausdemnorden am 20.04.2015, 20:10 Uhr
Begründung: Video Korrektur