Empfehlung eines Schleifgerätes

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Hallo,

ich habe mir die GEX 125-150 gekauft, da ich Möbel hobbymäßig herstelle und viel Wert auf gutes Werkzeug lege.
Leider gab es keine Anleitugen, welche Fehler bei der Nutzung passieren können und was man auf jeden Fall vermeiden sollte. Ich habe mit der GEX Brettkanten abgeschlifen. Dies gefällt dem Schleifpapier gar nicht. Er zerreist an den Ränder, so dass sich daraufhin der Teller abnutzt. Manchmal hört der Teller auf sich zu drehen und vibriert nur. Ich nutze die Teller, die in der L-Boxx mitgeliefert sind. Sie sind etwas weich, vielleicht liegt es daran (ich bin hier dankbar für Tipps!). 
Da es öfter passiert, dass ich Kanten (22 mm Bretter) schleifen muss und auch zum beispiel Gehrungen korrigieren muss, benötige ich ein Gerät mit hohem Abtrag für Kanten
Ausserdem benötige ich ein Gerät mit dem ich auch in Ecken oder Flächen, die für den GEX 125-150 zu klein sind, schleifen kann. Zum Beispiel um das innere einer Schubladen zu schleifen.

Da gutes Gerät nicht billig ist, wäre es super, wenn ein Gerät beide Anforderungen entspricht (hoher Abtrag für Holzkanten und kleine Größe). Welches Gerät könnt ihr mir empfehlen?

Viele Grüße
Floflo

In meiner "Werkstatt" bin ich (bald nicht mehr) Bear Grylls!

Gelöschter Benutzer
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Für die von dir genannten Zwecke wäre der GDA 280 E vermutlich am besten geeignet, sprich ein Deltaschleifer. Ansonsten bei den Grünen der PSM 200 AE, das ist auch ein Deltaschleifer aber kompakter.

Zum Thema Teller bleibt stehen, der GEX ist ein Excenterschleifer, kein Getriebeexcenter mit Zwangsmitnahme. D.h wenn du zuviel Druck beim Schleifen ausübst hört der Teller auf zu rotieren. Beim GEX und allen Geräten dieser Kategorie sollte man eigentlich gar keinen Druck ausüben, das gibt bessere Schleifergebnisse, schont das Gerät, und der Abtrag ist auch besser.
Gelöschter Benutzer
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Ich kann mich inyri nur anschliessen. Ich benutze auch den GDA280E.
Für Kanten, Schubladen und andere schwer erreichbare Stellen sind Deltaschleifer ideal.
Auch eine Möglichkeit wäre ein normaler (kleiner) Schwingschleifer wie der GSS140A. Das ist nicht unbedingt die bessere, aber die Preisgünstigere Lösung. Für Kanten ist ein Schwingschleifer ideal, im inneren von Schubladen lässt sich auch sehr nahe an Ecken arbeiten und das Gerät ist, anders als ein Deltaschleifer, auch für Flächen geignet.
Der PSM200AE vereint die Vorteile beider Geräte, nur leider in Grün.
Wenn es darum geht die Kanten von Brettern zu Formen gibt es auch noch den Bandschleifer mit Gehrungsanschlag und Ober- oder Kantenfräsen mit Fasefräsern.
Für besonders kleine Ecken oder Profile gibt es dann noch spezielle Aufsätze für die Multifunktionswerkzeuge.

Zum Thema Teller bleibt stehen, was inyri gesagt hat und nimm einfach mal deinen GEX, leg eine Hand mit etwas Druck auf den Teller und lass das Gerät anlaufen. Sofern an deinem Gerät nicht "...TURBO Professional" steht, sollte der Teller stehenbleiben.
Dann weisst du auch wie wenig Druck erforderlich ist um die Rotationsbewegung des Tellers zu stoppen.
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Moin
Wenn du zu stark drückst und dann noch ein weicher Teller dabei ist entsteht im Teller eine Kerbe, dann dreht sich nichts mehr.
Für scharfe Kanten würde ich harten Teller nehmen und ja nicht drücken, nur leicht gegenhalten und ständig auf und ab schleifen damit das Papier gleichmässig abnutzt.
Egal wie, der Rand geht immer zuerst flöten, aber man kann das herauszögern.
.
Es gibt zb. für den Yachtbereich/Autolackierer extra Teller, mit extra Auflagen und Spezialschleifpapier für jeden erdenklichen Zweck, das füllt dicke Kataloge ,das was wir in der normalen Werkstatt benutzen oder das was über den örtlichen Handel so erhällich ist ist ganz einfache Standardware, mit Vor-und Nachteilen hier und dort.
Gruss Willy

 
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Vielen Dank für eure Nachrichten und Hilfe!

Ich bin beruhigt, dass das Stehenbleiben des Teller beim GEX normal ist. Ich werde mir einen harten Teller zulegen.

Den Kauf eines GDA 280 E hatte ich schon überlegt, aber ich dachte mir, mit einem GOP 300 habe ich mehr Einsatzmöglichkeiten. Ich werkle nämlich hobbymäßig, ich muss beim Kauf und den Preisen überlegen, ob die Einsatzhäufigkeit einen Kauf rechtfertigt.
Beim GOP hat man mir gesagt, dass der Abtrag viel geringer ist und es eine schlechtere Oberflächengüte gibt. Als "Leihe" ist es schwierig einzuschätzen, ob ich damit leben kann, oder ob meine Erwartungen doch mehr verlangen.
Ist es möglich zum Beispiel, mit dem GDA ein Brett mit der Kantenfläche 22 x 100 mm um 5 mm mit Körnung 40 leicht und schnell zu kürzen? (Klar das macht auch eine Stichsäge, aber die Antwort gibt mir vielleicht ein Gefühl, ob da Gerät für mich geeignet ist)

Wie ist es mit dem GBS 75, wellt sich das Schleifband nicht vor der Holzkante und entgratet sie ungewollt?
Ich muss zugeben, die Ratio Einsatz/Preis des GBS ist mir im Moment nicht optimal.
Eine Oberkantenfräse muss ich mir auch irgendwann mal zulegen, im Moment auch noch zu früh. 
 
Viele Grüße
Floflo
 

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Moin
Normal bleibt der Teller nie stehen und wenn dann drückst du zu stark.
Ein Brett von 22X100 um 5mm zu kürzen bietet sich ein guter Fuchsschwanz an, kostet ab 20eur, wenn man nicht gleich teures Gerät kaufen möchte.
Mit dem Excenter schätze ich dauern die 5mm ca. 30min und 2 Blatt Papier, ist also wahnsinnig.
Ein Bandschleifer würde das in ein paar Minuten schaffen, entgraten tut der nicht weil die Schleifer eine Metallplatte als Unterlage haben, diese würde aber bei punktuellen Belastungen demnächst durchscheuern.
Also, Bretter abschneiden mit Säge, schleifen mit Schleifer.
Wenn du einfach nur eine Fase brauchst dann bietet sich ein Hobel an, gibts von Ulmia, ECE usw.. für von Hand oder von Bosch auch elektrisch.
Zum oszillierenden "Schleifer" oder auch "Säge" (Bosch GOP):
Ich hatte einen von Fein der weder vernünftig schleifen noch sägen konnte, der zappelte nur herum, wenn überhaupt dann denke ich diese Dinger können eher sägen wenn es sich nur um Gips handelt, oder besser gesagt wegfressen, als schleifen, das Schliffbild war beim Fein grauenhaft.
Gruss Willy


 
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Ich meinte mit "er bleibt stehen", dass er sich nicht mehr dreht, aber vibrieren tut er noch.

Ich habe eine Stichsäge, da brauche ich keinen Fuchsschwanz. Mir ging es mit dem Beispiel vom Brett eigentlich, darum eine Idee zu bekommen, ob es mit dem GDA 280 E machbar ist. Ist wohl nicht optimal.
Ich bin verwirrt, hätte ich eine Menge Geld über, würde ich mir alles kaufen, geht aber nicht! Ich muss den besten Kompromiss finden. Qualität muss es auf jeden Fall sein.
Bei meinen Anwendungen mit Paletten (siehe Bild), hatte ich oft das Problem, dass Bretter nicht bündig waren. Ich habe sie mit dem GEX bearbeitet. Es ging, aber nach dem Papierverschleiß, war mir auch klar, dass das Gerät nicht dafür gedacht ist.
Was wäre hierfür besser geeignet?

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erstellt von WerkzeugNarr85 am 01.09.2015, 14:01 Uhr
Wenn es darum geht die Kanten von Brettern zu Formen gibt es auch noch den Bandschleifer mit Gehrungsanschlag und Ober- oder Kantenfräsen mit Fasefräsern.
Für besonders kleine Ecken oder Profile gibt es dann noch spezielle Aufsätze für die Multifunktionswerkzeuge.
 

Kann man mit der Kantenfräse auch das machen, was mit der Oberfräse möglich ist?
Wo liegt der Unterschied? Im Boschvideo, wurden mit beiden nur Rillen gefräst.

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Gelöschter Benutzer
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Willy hat dich wahrscheinlich etwas Missverstanden. Es schleift halt normal keiner 5mm ab. Zum Gop, bzw. zu Multitools im allgemeinen. Ich hatte vor einiger Zeit mir auch die Frage gestellt ob ich einen neuen Deltaschleifer kaufe oder ob son ein Multitool nicht besser, weil mehr Einsatzmöglichkeiten, wäre. Es hat sich nach kurzem Nachforschen schnell herausgestellt das diese Geräte absolut ungeeignet sind um mehr als "mal ne kleine Ecke" zu schleifen. Und selbst dann nur wenn die Oberflächengüte/Schleifbild egal ist.

Für deine genannten Einsatzzwecke, also Kanten bearbeiten, Schubladen auschleifen, ist ein Deltaschleifer eine gute Wahl. Wenn du allerdings sehr häufig und in sehr kleinen Schubladen rumschleifen willst würde ich WN85´s Vorschlag mit dem Schwingschleifer überlegen, oder zum Grünen PSW greifen. Der GDA braucht halt "nach Hinten" etwas Platz aufgrund seiner Bauform.

Theoretisch kannst du mit der Kantenfräse auch das machen was mit der Oberfräse geht. Kantenfräsen sind halt von der Bauform und Größe so gehalten das sie bei der Kantenbearbeitung stabiler sind, sie haben meistens auch noch Kopiereinheiten/Kopiertaster damit man auch Fräser ohne Anlaufkugellager so verwenden kann als ob sie eins hätten. Bei vielen Kantenfräsen (nicht allen) gibt es aber auch Tauchkörbe (damit man wie in einem Bohrständer ins Material eintauchen kann) und fast immer einen Parallelanschlag.
Allerdings haben Kantenfräsen selten mehr als 700W +-, für größere Fräser oder wenn man viel Material auf einmal wegnehmen möchte ist das dann schon etwas wenig.

Je nach den Anwendungen die du so anfallen hast kann aber eine Kantenfräse durchaus ausreichend sein. Und um "mal schnell" ne Fase zu ziehen, ne überstehende Platte bündig zu fräsen, und ne Kante zu runden sind diese Maschinen deutlich besser geeignet als die oft größeren Oberfräsen, da kanns je nach Modell und ohne richtiges Zubehör sein das dass eine recht wackelige Angelegenheit ist, vorallem an den Werkstückecken wo nur ein kleiner Teil des Frästisches aufliegt, und einmal kurz gekippelt schon ist ne Macke in Werkstück.

Bei Bosch wäre das die GKF 600, bei Makita z.B. die RT0700. Was Willy meinte mit dem Hobel, wenn nur gefast wird und nicht gerundet wird ist nen Handhobel wirklich nicht schlecht. Ich mach das auch immer öfter, hat mans paar mal gemacht geht das oft schneller als die Fräse anzuwerfen. Nen kleiner Metall Einhandhobel ist reicht da oft schon, und hat man mal einen gibts dauernd ne Einsatzmöglichkeit dafür:>
 
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Vielen dank!
Warum habt ihr den PSM 100 A nicht empfohlen? Zu schwach?
Ich werde mir den  GDA280E kaufen in der Hoffnung, dass ich ihn sehr oft benutzen kann.
Sollte ich für meine Einsatzzwecke etwas mitbestellen (wie beim GEX und den härteren Teller).

Ich habe noch eine Frage zum Schleifen. Was würdet ihr benutzen, um diese Zierleiste (unten im Bild) zu schleifen? Auch hier kam die GEX und etwas Handarbeit zur Hilfe. Würde das mit den GDA gehen?



Anfang nächstes Jahr werden die Fräsen dran sein. Die GFK 600 und die hochglobten und günstigere RT0700 habe ich mir angeschaut und schon mal gemerkt.

Viele Grüße
Floflo

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