Oberfräse GOF 1600 CE Professional: Erfahrungen und Testberichte

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 Hallo Forum

Heute hatte die GOF nach diversen kleinen Einsätzen die erste richtige Herausforderung. Nach langem überlegen habe ich mich entschieden meine Werkstatt in unseren alten (wirklich alten) Stall zu verlegen. Diesen hab ich dann mit 5 Helfern mal von ca 4 Kubikmetern Heu, Holz, Leitern und Futtersäcken befreit. Dann habe ich mal etwas Raumplanung betrieben, daraufhin habe ich beschlossen die Werkstatt im 1. Heuboden zu machen, im zweiten Heuboden wird das Holzlager entstehen. Soweit, so gut, nur war der aufgang in den Heuboden schrecklich, nämlich ein verdammt unstabile Holzleiter, das konnte ich natürlich nicht so belassen. Deshalb habe ich mal so schnell eine Treppe gebaut. Es waren noch relativ schöne 40mm Bretter da, und so habe ich mich ans Werk gemacht, also: Wagen zugeschnitten und mal etwas überlegt und die Stufen positioniert...

...dann kam die GOF zum Einsatz. Ich habe mir aus Resthölzern eine Schablone gebastelt und dann mit dem 20mm Nutfräser und der grossen  Kopierhülse die Treppenstufen 1,5cm tief in die Wagen eingelassen, das ging eigentlich sehr gut, wobei das für die GOF schon eine Anstrengung ist, die Konstantelektronik hat natürlich das schlimmste verhindert, trotzdem hatte ich es sogar einmal geschafft die GOF abzuwürgen! War aber wohl eher mein Fehler, denn ich bin mit mässigem Vorschub in einen riesigen Ast hineingefräst, den ich übersehen hatte. Da ist es kein Wunder dass eine eher kleine 1600 Watt fräse bei 1,5 cm Nuttiefe und 2cm Breite abwürgt. Ihr werdet wohl denken; "der Spinnt doch". Aber ich wollte die GOF mal so richtig herausfordern, es ist klar, für einen Treppenbauer ist die GOF definitiv vviel zu klein, denn dort werden auch bei Hartholz wesentlich Grössere Nutfräser (-40mm) verwendet. Da ist eine GOF 2000 CE die untere Grenze, aber das dürfte ja wohl klar sein, nun ist es bewiesen. Also, weiter im Gedicht. Die Stufen haben dann sofort gepasst, also hab ich einen Abrundfräser mit 18mm Radius eingespannt und die Wangen und die Stufen abgerundet, die ideale Arbeit für die GOF, denn für solche Rundungen ist wirklich Kraft nötig (hat die GOF) und beim Kantenfräsen ist ein grosses Maschinengewicht nicht einmal negativ einzustufen. Die GOF hat diese Arbeit beinahe Ohne Drehzahlabfall gemeister, wirklich eine Superleistung, bei der kleineren Allister MRO 1500 ist die Drehzahl trotz 1500 Watt und CE stark abgefallen. Solche Arbeiten sind wirklich das Topgebiet der GOF 1600 CE.


Ich werde euch weiterhin berichten wie sich die GOF verhält, bei meinem Werstattumzug muss noch ganz viel gefräst werden......


Gruss David

Der Schreiner Ihr Macher

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Ich habe meine GMF 1600 (die ich zu meiner vollsten Zufriedenheit bei Carsten Rödl gekauft habe) nun auch endlich mal testen können.
Auf dem Programm standen zwei identische Fensterläden aus Kiefer, ca. 1700x500 mm mit Konterprofil-Querlattung und Vollholzfüllung, also genau das Richtige für eine GMF.
Den Kopierkorb habe ich also erstmal unter meinem Multifunktions-Frästisch montiert. Dank der vorhandenen M4-Gewinde kein Problem. Mit der Einrastung in den drei Stufen hatte ich ein paar Probleme, was aber daran liegt, dass die 6 kg der Maschine ein bisschen um die Ecke gehalten und gehoben werden müssen, wenn ich mich nicht auf den Boden legen will. Die Endarretierung ist super, so kann man den Verschluss öffnen und die Rasten lösen, ohne Angst haben zu müssen, dass die Maschine auf den Boden saust.
Den Hebel zur Fixierung im Fräskorb finde ich etwas unergonomisch, man hätte ihn vielleicht etwas länger machen können, denn durch die starke Abrundung kann man nicht so gut die nötige Kraft aufbringen (jedenfalls nicht unterm Tisch um die Ecke.. ;-))
Dank der Feineinstellung von oben ist eine sehr präzise und ergonomische Höheneinstellung möglich. Das anschließende Fräse der Längsprofile bereitete der Fräse keine Schwierigkeiten. Ich habe nur oben am Fräser abgesaugt (GAS 25), nicht auch von unten (mangels Y-Adapter). Trotzdem war es ein sehr sauberes Arbeiten.
Anschließend Maschine wieder rausgenommen und Konterprofilfräser umgebaut - wieder eingesetzt und justiert- wunderbar. So macht Fräsen Spaß!!!
Auch das anschließende Erstellen der Feder an den Füllungen mittels Nutfräser ging wunderbar vonstatten.

Allerdings teile ich die Einschätzung meiner Vorredner hinsichtlich der Spindelarretierung. Das ist sicher eine gute Sache für Fräserwechsel, die im Fräskorb erfolgen. Aber wenn man, so wie ich, die Maschine zum Wechseln aus dem Fräskorb nehmen muss, ist es aufgrund der runden Form schwierig, die Gegenkraft aufzubringen. Ich habe immer gegen die Kabeltülle gearbeitet, was natürlich auch nicht optimal ist. Aber bevor mir der Fräser um die Ohren fliegt...^^ Und für die Spindelarretierung gibt es m.E. auch zu wenig Raststellen.

Achja, bei der Einspannung der Fräser ist mir aufgefallen, dass man nicht gleich beim ersten Moment (das Spannen der Spannzange wird merklich schwerer) aufhören sollte - sondern weiterdrehen, danach gehts wieder etwas leichter und dann erst wird der Fräser fest eingespannt. Ist schwer in Worten zu beschreiben....

Was mir fehlt, ist eine Übersetzung der Geschwindigkeitsstufen 1-6 in Umdrehungen/min. Ich weiß nicht, ob ich es irgendwo übersehen habe, aber ich habe nirgends gefunden, was eine Stufe in U/min. bedeutet. Klar, kann ich anhand der min/max-Werte interpolieren. Aber eine Tabelle wäre wünschenswert, ist ja auch nicht gesagt, dass der Verlauf linear ist (wobei ich davon ausgehe^^).

Die Abplattung habe ich in zwei Stufen vorgenommen plus eine Feinstufe von wenigen Zehnteln. Für die Fräse kein Problem und das Ergebnis gefällt mir gut.

Also, um ein Fazit zu ziehen: Den ersten Praxistest hat die GMF bestanden. Es folgen ganz sicher noch viele weitere Einsätze. Auf jeden Fall macht die GMF "Lust auf mehr".
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 Hallo Sebastian,
schöne Arbeit, Deine Klappläden!
 
Zu der Spindelaretierung. Ich sehe das so und so. Wenn die Motoreinheit im Fräskorb eingespannt ist, ist das wechseln mit der Spindelaretierung sicher besser als mit zwei Schlüsseln. Wenn man den Motor herausnimmt, ist ein zweiter Schlüssel zum gegenhalten sicher angenehmer in der Bedienung.
Eine Arretierung die man feststellen kann, ist aus meiner Sicht vielleicht die beste Lösung. Dann kann man den Motor bestimmt am besten halten. 
 
Gruß
Tom 

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Moin,
hat von Euch schon jemand mit der GOF 1600 CE in Verbindung mit dem Fräszirkel und Führungsschienenadapter (2 609 200 143) gearbeitet? Passt der überhaupt? Ich kann mir das garnicht vorstellen wenn ich so lese für welche Fräsen der alles so passen soll. Oder hab ich etwas überlesen?
Vielen Dank schon mal
Gelöschter Benutzer
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Hallo Kuddel,
nein ich habe noch nie mit diesem Anschlag i. V. m. GOF 1600 CE gearbeitet.
Trotzdem sage ich: "der Anschlag passt!"
Aber Achtung; ist für das alte FS-System!
Habe diesen Anschlag an GOF 900 CE, GOF 1300 ACE und GOF 2000 um nach kleiner Anpassarbeit die Fräsen anstatt mit der alten Boschschiene mit der Fes...-Schiene zu nutzen.
Der Anschlag hat zwei Befestigungsmöglichkeiten für 8 mm- und 10 mm Führungsstangen (GOF 1600 = 10 mm). Damals geniale Idee (Systemgedanke). Wenn der Parallelanschlag an alle aktuellen GOF passt, passt auch der 2 609 200 143.
Für die neuen Führungsschienen/GOF 1600 kommt aber (vielleicht :-)) demnächst noch was spezielles, siehe Forum, was dann hoffentlich besser zu händeln ist.
Von der Zirkelfunktion bin ich nicht begeistert; hier nutze ich Eigenbauten.
Gruß
Uwe
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Moin Uwe,
vielen Dank für die fixe Info. Ich habe da nicht zwei Befestigungsmöglichkeiten erkannt und war einfach irritiert weil der Führungsschienenadapter auch an die POF 1100 passt. 
Da ich noch das alte Führungsschienensystem habe ist dieser Adapter genau das was ich suche. 
Gruß Kuddel
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Sonstige Holzverarbeitung
Geschrieben am
Für die neuen Führungsschienen/GOF 1600 kommt aber (vielleicht :-)) demnächst noch was spezielles, siehe Forum, was dann hoffentlich besser zu händeln ist.


Das was kommt ist sicher. Der Adapter wurde ja sogar schon im Bosch Prospekt abgebildet.
Seite 33/34.
Er ist auch kompakter und handlicher.

Fraglich ist eher der Einführungstermin, da hat Bosch in letzter Zeit anscheinend enorme Probleme.

Nichts ist beständiger wie die Veränderung!

Gelöschter Benutzer
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Hallo und guten Abend Hermen,
wollt hier nicht stänkern, daher wollt ich es gezielt jedem selbst überlassen ob er das "vielleicht" auf "demnächst", wie geschrieben, oder auf "überhaupt" bezieht (smile dahinter).
Aber du scheinst da ja sehr sicher zu sein; nun gut, man wird sehen.
Ich werde auf so was nicht mehr wetten :-) (und noch einer dahinter).
Grüßle
Uwe
Gelöschter Benutzer
Geschrieben am
 
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Geschrieben am
Kommt sicher....ich bin mir da sicher....ganz sicher...es muss... (indereckesitzendundvorsichhinstarrend)

;-))))

06.2013....ähhh 01.2014....ähhhh....09.2014 ist ja nicht mehr soweit!!!


Nein, ich bin fest der Überzeugung, das Bosch dazulernt.

Nichts ist beständiger wie die Veränderung!