Sanierputz mit oder ohne Dichtschlämme

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Hallo Leute, wie der Titel verrät keine powertool Frage, aber ich hoffe ihr habt trozdem Tipps Zum Objekt: Es handelt sich um ein Nachkriegsstall aus unterschiedlichsten Materialien mit kleinem Keller ohne Fundament. Der Keller (meist natürlicher Kalkstein und Klinker) war regelmäßig überflutet so dass die Nässe bis ins EG (Klinker u.a.) gezogen ist. Der Keller wurde jetzt etwas ausgelagebaggert, mit Kies und Steinplatten und einer Grube mit Pumpe versehen so dass er nicht mehr Überflutet wird. Geplante Maßnahmen: Drenage der Kellerwand und Chemische horizontal/vertikalsperre ist NICHT vorgesehen. Der Keller soll komplett und das eg an den betroffenen Stellen mit Sanier-, Opfer- oder Pufferputz neu verputzt werden. Das Ergebnis muss nicht schön sein oder ewig halten, da es sich um Lagerräume handelt und Das Gebäude in spätestens 10 Jahren abgerissen wird. Nun zu meiner Frage: Soll ich Dichtschlämme verwenden oder staut sich das eventuelle bodennässe in der wand? Welchen Putz würdet ihr empfehlen und wie viele Schichten? Danke im vorraus Ps, ich kann auch noch ein paar Bilder hoch laden.

Sabbel net, dad gäid!

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Tut mir leid, dass es die Formatierung zerschossen hat, ist mit dem Handy geschrieben :(

Sabbel net, dad gäid!

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In meinem Haus hatte ich im UG massive Probleme mit Feuchtigkeit in einem Raum.
Der Grund war, der Vorbesitzer hat die Wand versiegelt, allerdings das Problem mit dem Wassereintritt in die Wand nicht behoben. Das Wasser hat sich dann einfach seinen Weg in der Wand gesucht und es wurden Stellen feucht, die weit weg vom eigentlichen Problem lagen.
Bei meiner Sanierung kam die komplette Abdichtung in den Innenwänden weg, es wurden die Wände neu verputzt und in einer diffusionsoffener Farbe gestrichen und das Problem mit dem Wassereintritt behoben. Nach relativ kurzer Zeit waren die Wände durchgetrocknet, seit dem gibt es keine Probleme mehr.
In deinem Fall würde ich lieber eine aktive Lüftung einplanen (b.B. ein hygrostatisch gesteuerter Ventilator) als das Risiko einzugehen, dass die Feuchtigkeit sich an Stellen sammelt, an denen sie wirklich stört.

... So habe ich auch die Luffeuchtigkeit im Hauswirtschaftsraum im Griff. Die Bohrung in den zentralen Abluftkamin habe ich natürlich mit dem GBH 18V-26 vorgenommen. Der hat die 100er Bohrkrone in den Kaminstein gehämmert, als ob er dafür gedacht wäre. 

Dieser Beitrag wurde editiert von viertelelf am 26.02.2020, 15:48 Uhr
Begründung: .

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Moin
Einfach Kalkzementputz/Mauer und Putzmörtel  aus Säcken drauf und einmal dünn Farbe die diffusionsoffen ist, Kalk mit einer Prise Fugenweiss geht auch, wenns grau werden soll eine Prise Normalzement (:)
So kann die Wand das Wasser immer abgeben, bis zum gewissen Grad, ist die Innenluft gesättigt ist es aber vorbei.
Will man das Wasser stoppen hilft nur eine Horizontalsperre, die aber nicht chemisch sein muss, man kann auch eine Teerpappe oder Sperrfolie reinziehen kostet weniger und hilft garantiert.
Gruss Willy
 
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Ok, Danke schon mal für eure Hilfe. Eine kleine Ergänzungsfrage: erhöht sich die Stabilität der Mauer wenn ich die übergroßen Fugen zw. Den unbehauenen Feldsteinen mit Trasszementmörtel ausfülle?

Sabbel net, dad gäid!

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Moin
Bin kein Maurer, hab mir das was ich weiss abgekukt und selber beigebracht.
Oh..Felsen, Feldsteine, da bitte keinen Kalk sondern Zementmörtel, Trasszemenentmörtel oder bei grossen Fugen auch Estrichbeton nehmen.
Im Mauerwerk gibts so eine Art Regel, "Fuge weicher als Stein", weil sonst könnte der Stein abplatzen, besser ist wenn die Fuge nachgibt.
Bei Felsen hast du eine dermasse hohe Druckfestigkeit das du ohne Weiteres mit Zement an die Sache ran gehen kannst.
Dazu kommt das Kalkmörtel auch Wasser zieht, Zementmörtel weniger, Felsen zieht überhaupt kein Wasser, daher sind Felsmauerwerke wenn sie mit Zementfugen sind fast wie eine Barriere gegen aufsteigende Feuchte.
So die Theorie, die Praxis kann anders sein, dann nämlich wenn unsere Vorfahren , warum auch immer, den Fels einfach mit Kalkmörtel oder Lehmmörtel hochgezogen haben, sie wussten es damals nicht anders und man baute mit dem Material was vor Ort war, es gab keine Lastwagen (:)
Manchmal haben sie die Felsen auch nur mit Feinsand aufgemauert und nur von aussen und innen mit Kalkmörtel abgefugt damit der Sand nicht herausrieselt .
Ich würde die Fugen auskratzen, auspusten und vornässen, dann Fugenmörtel rein und zum Schluss alle Fugen einmal abkellen, dann wird die Oberfläche fester und krümmelt nicht mehr, einfach mit der Fugenkelle glattstreichen kurz bevor es hart wird.
Immer nur stückweise vorgehen, so Meter für Meter.
Gruss Willy
 
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Servus,
erstellt von erstola am 26.02.2020, 09:47 Uhr
Der Keller (meist natürlicher Kalkstein und Klinker) war regelmäßig überflutet so dass die Nässe bis ins EG (Klinker u.a.) gezogen ist.
ist im Keller Kalkstein und Klinker oder Felsen und Klinker vermauert worden und meinst du mit Klinker Hartbrandziegel.

Gruß

Hans-Günter
 
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Moin
Begriffe gehen, auch regional bedingt, oft durcheinander.
Bei uns heissen Spaltplatten die man für Aussenfensterbänke nimmt (10x20x2) auch "Klinker" genau wie die hartgebrannten Klinker aus Ziegel fürs Sockelmauerwerk (:)
Am besten wären ein paar Bilder..
Gruss Willy
 
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Am besten wären ein paar Bilder..


kommen morgen


Sabbel net, dad gäid!

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MoinMoin,

ich bin müde und halte mich mal kurz;
Kellerwand so weit wie möglich freilegen und von außen abdichten, am besten mit Bitumenmasse. Falls das zu teuer ist Noppenbahn. Dann unbedingt die Drenage.
Gegen horizontal drückendes Wasser Sickergrube mit Wasserpumpe installieren.
Epoxidversiegelung sprengt den Rahmen und ist wenn nicht 101% ordentlich gemacht zu anfällig. Gilt auch vertikal.
Verfugen der Natursteine ist immer gut. Trasszement wäre ideal, alles andere geht auch, gibt nur evtl. Ausblühungen.
Ansonsten outet sich Willy hier als selbsterlernter Maurermeister, kann alles von ihm nur noch so bestätigen.

mit freundlichen Grüßen,
Gregor

Gott schuf die Erde. Wir den Rest. Das Handwerk.