Testbericht Bosch Akku-Nagler GSK 18 V LI
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Hallo Forenkollegen

Ich habe jetzt seit einigen Wochen den Bosch GSK 18 V-LI Akku-Nagler bei mir und konnte diesen schon etwas ausprobieren und die ersten Erfahrungen damit machen. Da Berichte zu diesem Gerät im Internet eher Mangelware sind, möchte ich dies mit euch teilen und ihn hier mal etwas genauer vorstellen.

Als ich den Nagler bestellt habe, war er nicht als Set verfügbar und so wurde er mir zusammengestellt sodass ich ihn jetzt in der L-Boxx mit Ladegerät (CV 1860) und zwei 18V 5 Ah Akkus habe.
Wie sich nach einigen Arbeiten herausgestellt hat, sind zwei 5 Ah Akkus für diesen Nagler vollkommen überdimensioniert da ein voller Akku gefühlte Ewigkeiten hält. 

In der L-Boxx wirkt alles aufgeräumt, der Platz ist gut ausgenutzt. Der Ersatzakku liegt unter dem Nagler welcher etwas schräg im Koffer eingelegt wird. Die Einlage ist recht stabil. Leider ist in der L-Boxx kein Platz vorgesehen für Zubehör wie beispielsweise Senkkopftstifte.
Aber bei einem Akkuschrauber muss ja auch kein ganzes Sortiment Schrauben mit hinein passen.

Als ich den Nagler das erste Mal in der Hand hielt, dachte ich "Wow, geiles Männerspielzeug".
Der GSK ist schon recht groß und mächtig und mit rund 3,5 kg (inkl. Akku) hat er auch ein gewisses Gewicht. Dies macht sich bei Deckenarbeiten z.B. bemerkbar wenn man auf der Leiter steht und mit ausgestrecktem Arm beispielsweise eine Leiste befestigen will. Da sollte man stets auf einen sicheren Stand auf der Leiter achten.

Ich habe mir für's Erste vier verschiedene Größen an Senkkopfstiften zugelegt. Diese gibt es in rostfreier und in verzinkter Ausführung. Ich habe alle Packungen in der günstigeren verzinkten Variante gekauft da dies für Arbeiten im Innenbereich völlig ausreichend ist. Pro Pack sind immer 2000 Nägel enthalten. Leider sind die Papp-Päckchen sehr schwach ausgeführt, dass diese schon teils offen und beschädigt bei mir ankamen. Also habe ich diese zur Sicherheit mit Klebeband umwickelt. Die Stifte sind in 20 Grad schräg aneinandergeklebt. Dementsprechend ist das Magazin natürlich auch abgeschrägt. Dies ermöglicht eine bessere Erreichbarkeit von Ecken oder bei Randarbeiten.

Die Stifte haben eine Materialstärke von 1,6mm, der Kopf eine Breite von 2,8mm. Der Nagler kann Längen von 32-63mm verarbeiten.
Die Nägel werden bei dem GSK 18 einfach von hinten eingeschoben, dann wird der Zuführblock nach hinten gezogen um die nachgeladenen Nägel nach vorne zu drücken. Dies funktioniert einwandfrei und ist in der Handhabung sehr schnell. Ein Entladen erfolgt ebenfalls hinten heraus. Dazu muss der Zuführblock zusammengedrückt werden. Wird jetzt der Nagler nach hinten gekippt rutschen die Nägel nach hinten und können durch drücken der "Hohlfeder" ganz herausgenommen werden.

Hat sich mal etwas verklemmt, kann mit einem Schnellverschluss die Nase werkzeuglos geöffnet werden und evtl. krumm geschlagene Nägel entfernt werden. Leider ist es bei mir schon einmal passiert, dass ein Nagel so fehlgeleitet wurde, dass er unten aus dem Magazin herauskam. Dies war aber bis jetzt ein Einzelfall. Meist funktioniert das System fehlerlos! 

An der linken Seite befinden sich zwei Bedienelemente. Der obere Hebel dient zur Sicherung. Ist dieser gesperrt, kann die Nase des GSK nicht heruntergedrückt werden und somit kein Schuss ausgelöst werden.
Das Drehrad darunter dient zur Einstellung der Einschlagtiefe. Durch einfaches drehen kann hier sehr genau reguliert werden wie tief die Nägel in das Holz eingeschlagen werden.

Zum Schutz mancher Oberflächen kann an der Nase ein Gummischoner angesteckt werden. Am Gerät ist sogar ein Ersatzteil angebracht falls der Eine mal verloren geht.

Beim arbeiten mit dem Akkunagler muss darauf geachtet werden, das die Nase komplett heruntergedrückt wird. Erst dann löst die Maschine den Schuss beim betätigen des roten Schalters aus. Auf ein vorheriges drücken des Auslöseknopf reagiert die Maschine nicht. Auch das gedrückt halten und dann ansetzen funktioniert genauso wenig wie Serienschussfolge. Trotzdem kann mit der Maschine recht schnell hintereinander "geschossen" werden. 

Aus meiner Sicht ist der Akkunagler ideal um beispielsweise Profilbretter zu befestigen oder auch Zier-, Sockel-, oder Deckenabschlussleisten. 
Ich würde mir wünschen, dass man ausser den Stiften auch Klammern damit verarbeiten könnte. Dann wäre es auch möglich, Paneele mit Profilbettklammen zu befestigen. 
Ich bin mir sicher, sollte es irgendwann ein Nachfolgemodell geben, wird es bestimmt eine helle LED haben. Diese fehlt mir an meinem Gerät etwas.
Aber betrachte ich den GSK 18 V-LI sonst, kann ich ihn voll empfehlen. Er hat bis auf wenige Male fehlerfrei gearbeitet. Es ist um einiges angenehmer mit einem Akkugerät zu arbeiten anstatt extra den Kompressor samt Schlauch überall mit hin zu nehmen. Zwar sind Druckluftnagler vom Gewicht her leichter, aber bedenkt man den daran hängenden Schlauch, ist dieser doch meist hinderlich.  
Was bei dem Bosch Akkunagler noch zu erwähnen ist, dass dieser  nur mit Akkus betrieben wird. Bei anderen Geräten manch anderer Hersteller müssen oft noch Gaskartuschen als Antrieb hinzugekauft werden.

Dieser Bericht ist mit vielen Bildern auf meinem Blog unter www.HolzwurmTom.de zu sehen.
Viel Spass

Gruß
Thomas

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Gueter Bericht. Ich hatte nie Zeit und Lust über das Gerät zu berichten. Wäre aber demnächst sicherlich mal passiert bevor er wieder aus dem Programm verschwindet ;-)

Die Einlage ist ok...aber was mich etwas stört ist eben die Tatsache das die Kartons der Nägel nicht vernünftig da passen wo z.B. das Ladegerät drin ist.

Eine LED wäre eine Idee. Stimmt...ansonsten fehlt mir bei dem Gerät auch nur die Möglichkeit auch 4mm-Klammern zusetzen. Da hole ich dann immer wieder den Metabo raus. Bosch.-Geräte (Tacker) konnten das nie sonderlich gut...und auch die alten PTK 28 nicht.

Was bei Bosch im Sortiment fehlt ein ein Gerät unterhalb des 18ers...also ein 10,8er Tacker/Nagler für Stifte, Senkkopfnägel und breite Klammern.

Der 18er ist übrigens mehr sehr baugleich mit dem Dewalt. Nicht nur optisch. Auch die ET-Zeichnungne sehen sehr ähnlich aus.

Probleme hatte ich mit meinem in den letzten Jahren nie. Schieße damit gerne mal Rückwände von Möbeln an oder aber auch Glasleisten. Das ist so ein Gerät das seltne im Einsatz ist...aber man froh ist dasss es da ist.

Gruß GW

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erstellt von higw65 am 07.08.2015, 18:59 Uhr

Der 18er ist übrigens mehr sehr baugleich mit dem Dewalt. Nicht nur optisch. Auch die ET-Zeichnungne sehen sehr ähnlich aus.

Gruß GW

Das stimmt. Er ist sehr ähnlich aber er hat z.B. keine LI Akkus aber dafür Beleuchtung :-)
Übrigens sind es die gleichen Nägel in den Geräten...

Gruß
Thomas

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Wie high schon sagte mir fehlt im Programm ein kleines handliches Gerät das auch Klammern kann!
Idealerweise in der 10.8 Variante ich denke der würde sich verkaufen wie geschnitten Brot:-)
Gratulation zum neuen Gerät und viel Spaß damit

Gruß Harald 
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Kleines Update...

Derzeit gesperrt und nicht lieferbar. Keine Ahnung ob das Geräte dann auch still und heimlich verschwindet.

Gruß GW

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Hallo,
der Nagler ist schon mindestens ein halbes Jahr nicht offiziell lieferbar.
Ich denke auch das er verschwinden wird, hoffe aber das es einen Nachfolger geben wird denn im Grunde ist es ein Tool welches aus meiner Sicht sehr nützlich ist, gerade für Schreiner

Gruß
Thomas

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Die Info ist auch schon ein paar Wochen alt...dachte auch das wird langsam mal geändert.

Wäre schön wenn man evt. von Bob erfährt ob das Gerät nun weiter gebaut wird oder aber abgekündigt ist.

Gruß GW

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Können wir ja in zwei Wochen direkt mal ansprechen ;-)

Gruß
Thomas

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Allein für die Liste die man da ansprechen müsste würde man einen halben Tag brauchen ;-)

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