Tragfähigkeit / Biegesteifigkeit / Verarbeitung Alu-Verbundplatten
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Hallo zusammen,

im Rahmen des L-Boxx-Schrankbaus fielen mir noch Alu-Verbundplatten als unempfindliche, abwaschbare, glatte Alternativen zu Holzböden ein.
Allerdings habe ich keinerlei Erfahrung damit als Plattenwerkstoff.
Wie dick müssten die sein, um eine 15kg L-Boxx auf einem Boden 700x400 mm ohne Durchhänger tragen zu können?
Oder anders: welche Stärke müsste man wählen, um eine 20mm OSB- oder 3S-Platte in der angegeben Größe zu ersetzen?

Gruß
Stephan

Dieser Beitrag wurde editiert von apbt am 18.07.2017, 08:04 Uhr
Begründung: Titel angepasst


Gruß, Stephan

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Hallo Stephan,

ich habe auch keinerlei Erfahrungen mit diesem Plattenmaterial, aber ich muss mich in Vorbereitung auf eine Klausur mit Sandwichplatten beschäftigen. Also wenn jemand nach mir seine Erfahrungen schildert, würde ich diese meiner eigenen bevorzugen ;)

Mein Vorschlag wäre, die Biegesteifigkeiten zu vergleichen.
Die einzigen Alu Verbundplatten, die ich spontan online entdecken konnte, waren die, mit einem Kern aus PE und zwei Deckschichten aus Alu mit einer Stärke von maximal 4mm. 

Diese sind in der Biegesteifigkeit wesentlich geringer als die 20mm OSB, die du als Vergleich haben wolltest.
Welche Platten würdest du denn benutzen wollen? 

Denn das Zurückrechnen von einer Massiven Platte in in eine Sandwichplatte ist ohne weitere Angaben nicht möglich, weil die Biegesteifigkeit in diesem Fall von der Gesamtstärke und von der Stärke der Deckschichten abhängig ist. (Die Eigenschaften des Kernmaterials werden gerne Vernachlässigt, weil diese weit unter den mech. Eigenschaften der Deckschichten liegen)

Ich finde Sandwichplatten sind ein sehr Interessantes Thema, gerade wenn es um Leichtbau oder wie in deinem Fall um die Eigenschaften der Oberfläche geht.
Ich würde mich freuen, mich weiter über das Thema auszutauschen und auch Meinungen/Erfahrungen von anderen Nutzern zu hören.

Liebe Grüße 
Fabi


 

Dieser Beitrag wurde editiert von fwbi am 17.07.2017, 17:11 Uhr
Begründung: *

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Hallo Fabi!

Ich hatte in der Bucht welche mit bis zu 6mm Stärke gesehen, die Preissprünge von 3mm - 6mm sind dann entsprechend.
Ich hatte ursprünglich auf eine Steifigkeit wie Alu-Platte in der gleichen Stärke, aber weniger Gewicht und leichte Bearbeitung gehofft.
Würde Höhe in einem Werkzeugschrank sparen und die leidige Holzbearbeitung würde entfallen.
Wenn ich allerdings auf einen 700 mm breiten Boden nur die linken oder mittleren 440 mm mit bis zu 15kg belaste, also nicht gleichmäßig, befürchte ich, dass so eine dünne Verbundplatte einfach mal die Ohren über der Last anlegt.
Sehen ja schon etwas wabbelig aus.

(Habe bei der Suche immerhin die nächste Bad-Wandverkleidung gefunden. Muss nur noch eben im Lotto gewinnen.)

Würde mich auch freuen, wenn noch Wissende dazu stoßen. :)

Gruß
Stephan

Gruß, Stephan

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Wenn du die Platte wesentlich verstärken willst, würde ich ein U-Profil mit dem Innenmaß der Plattenstärke vorne und hinten aufkleben.

Ich kenne die Platten als Böden nur auf Winkelrahmen aufliegend oder eben in solchen U-Profilen. Dann hätte ich auch keine Bauchschmerzen, eine 15kg Kiste auf einen 700mm breiten Boden zu stellen. Technische Daten hab ich aber keine.
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An U-Profile hatte ich tatsächlich gedacht. Aber irgendwann erreicht man dann einen ähnlichen Aufwand wie bei Holzplatten.
Hätte ich nicht schon fast alles bis auf die Auszüge da gehabt, hätte ich mir Edelstahlbleche schneiden und abkanten lassen. L-Profil-Rahmen drunter, gut wär's gewesen.
Im nächsten Leben vielleicht ...

Vielleicht bestelle ich mal eine Alu-Verbundplatte testweise.

Gruß
Stephan

Gruß, Stephan

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Nebenbei, was hast du als Badwandverkleidung gefunden? Diese großen Platten die man auf Maß der ganzen Wand bestellt und dann dranklebt? Hab das mal live gesehen, die sehen super aus.
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Guten Morgen,

Easywall (www.easywall.info) war die erste Marke, die ich gesehen habe, alle Platten 1,00x2,05 m oder 1,25x2,50 m..Bei einigen Herstellern wurde mit Silikon ausgefugt, bei anderen gab es Schienensysteme als Verbinder.
Verarbeitungshinweise bspw hier. Ohne gescheite blaue Geräte geht es natürlich nicht. ;)

Die Dekorvielfalt scheint bei den Platten grenzenlos zu sein und es gibt auch mal Mut zu Farbe. Es gibt allerdings auch immer noch diese Partykeller-für-Arme-Fototapeten-Optik. Wird wohl nie aussterben.

Insgesamt bin ich aber verblüfft, was an Mehrschicht- oder Verbundplatten (auch Edelstahl statt Alu) heute möglich ist. Diese Entwicklung ist komplett an mir vorbei gegangen.

Was die Preise angeht - ohauha ... Was man an Arbeitszeit spart steckt man an Materialkosten locker wieder rein. Scheint trotzdem eine saubere, schnelle Sache mit sehr wenig Fugen zu sein. Wobei man auch bei diesen Platten nicht so gern dabei schreibt, dass die Wände schon recht gerade und tragfähig sein müssen. Buckelige Dachkammern im Fachwerk bekommt man auch damit nicht ohne weiteres plan.

Und jetzt fällt mir auch grad wieder ein, wo ich das schon mal gesehen habe! *g* Ich habe letztes Jahr neue Warnschilder für den Außenbereich geordert, etwa 300x400 mm, 3mm dick.
Und wenn ich mir die so anschaue, muss man keinen Gedanken mehr daran verschwenden, so etwas als Regalboden zu nutzen. 3mm sind tüddelig, kann mir nicht vorstellen, dass 6mm ohne Rahmen schwere Werkzeugkisten oder Bücher halten werden. An Wänden wie Bad oder Küchenspiegel keine Frage. die stehen nur angeklebt rum. Aber als Regalboden sehe ich die Wandverkleidungen nicht.
Es sei denn es gäbe dafür eine speziellere Variante, die ich noch nicht gefunden habe.

In einem anderen Forum las ich Bedenken bzgl Dampfdurchlässigkeit spez. bei Badezimmers. Wäre mir jetzt mal egal, weil ich grundsätzlich eine Zwangsentlüftung verbaue, wenn irgendwie möglich und damit immer gut gefahren bin.

Gruß
Stephan

Gruß, Stephan

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Habe den Titel angepasst. Es darf gerne eine generelle Diskussion zu modernen Verbundplatten werden.
Verarbeitung, Vor-/Nachteile, Erfahrungen - alles gern gesehen.

Meine Madame ist ganz hin und weg von der Idee eines weitgehend Fugenlosen Bades. Leider hat sie - wie so oft - recht mit der Schwärmerei. Ich nehm's als Begründung für weitere Maschinen. :)
Vielleicht ist mein "leider" gar nicht gerechtfertigt. Wirklich schöne und hochwertige Fliesen gibt es ja nicht gratis.

Gruß
Stephan

Gruß, Stephan

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Habe noch ein pdf eines Herstellers/Vertreibers zur Verarbeitung generell gefunden, u.a. zu Sägen, Fräsen, Biegen und Montage (außen).

Trivial ist das Thema nicht. Was zuerst anmutet als könne man als Heimwerker nicht nur die 1-Zimmer-Wohnklo-Nische sondern gleich mal Hochhausfassaden verkleiden, sieht dann bei näherer Betrachtung doch ein wenig anspruchsvoller aus.
https://www.dolle-kunststoff.de/index.php?module=explorer&displayAction=download&downloadFile=TechnInfo_Alpolic_Screen.pdf

Gruß
Stephan

Gruß, Stephan

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Mahlzeit!
Interessantes Thema, bitte weitermachen.
Ich kenne dieses System nicht, schaue aber.
Gerade ,trockene, ebene, tragfähige Untergründen sollen es sein, genau da ist der erste Haken.
Selbst im Neubau ist es oft alles andere als gerade, ein Blick in die Toleranztabellen und man bekommt graue Haare.
Kurzum, wir brauchen erstmal einen guten Untergrund, genau gehts schon los, wer kann wirklich plan putzen, wer kann wirklich sauber spachteln, wer will beurteilen ob die Wand trocken ist?
Gruss Willy