unterschiede zwischen schlagbohrmaschine und bohrhammer hinsichtlich einsat
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hallo gemeinde,

welche daseinsberechtigung hat eine schlagbohrmaschine?
ich persönlich habe einen gbh2-26 dfr.das gerät verfügt ab werk über ein sds-schnellwechselfutter für steinbohrer
und ein schnellspann-schnellwechselfutter für rundschaft-bohrer. als erweiterung habe ich mir noch ein zahnkranz-schnellwechselfutter.
somit decke ich mit einer maschine alle anfallenden bohrarbeiten ab.

mich interessieren an dieser stelle nicht die unterschiede in der funktionsweise, sondern in den anwendungsbereichen ....

gruß vom meister


Bosch . Denn für billiges Werkzeug bin ich zu arm ... !

Gelöschter Benutzer
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Also eine Schlagbohrmaschine würde ich als Allrounder bezeichnen die sowohl in Holz, Metall oder auch mal in Beton und Stein bohren kann.

Ein Bohrhammer ist halt ein Spezialist für Beton und Stein.

Wer beide Maschinentypen kennt weiß, dass eine Schlagbohrmaschine vllt. mal gut ist um 6er Dübel zu bohren - gehts aber drüber hinaus haut ein Bohrhammer die gleiche Menge in wesentlich kürzerer Zeit raus. Nebenbei brauchst du beim Bohrhammer weniger Anpressdruck.

Wenn jetzt mal ein 30er Bohrer auf die Schlagbohrmaschine machst und einige Betonwände durchbohren musst und hinterher die gleiche Arbeit mit einem Bohrhammer machst, spätestens dann weißt was der Unterschied ist.


Dieser Beitrag wurde editiert von Bosch Experten-Team am 21.08.2012, 21:38 Uhr
Begründung: Nochmal nur so

Gelöschter Benutzer
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Dieser Beitrag wurde editiert von Bosch Experten-Team am 21.08.2012, 21:34 Uhr
Begründung: Doppelpost bitte löschen

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Hallo meisterbenno,

hierzu gibt es bei Bosch einen sehr interessanten Lexikaeintrag siehe hier: http://www.powertool-portal.com/content.aspx#0.0.0.0.0.969.0

Generell ist aber zu sagen, dass Schlagbohrmaschinen in Sachen Bohren von unterschiedlichen Materialien wie Holz, Metall, Ziegel und im kleinen Maße Beton geeignet sind.
Bohrhämmer sind dagegen in Beton die richtigen Maschinen, besonders wenn die Bohrdurchmesser größer werden und man Bohrfortschritt benötigt.

Wobei man muss auch etwas aufpassen. So würde man beim Bohren von 68er Dosen in Ziegel eventuell gleich einen Bohrhammer nehmen wegen dem Bohrdurchmesser. Aber z.B. Wärmedämmziegel wäre dieser Bohrhammer-Einsatz fatal, da man mit dem starken Schlag der Maschine die Kammern zerhauen und somit den gesamten Ziegel zerstören würde. Es kommt also immer auf das zu bearbeitende Material an.
Es soll aber nicht heißen, dass ein Bohrhammer nicht geeignet ist, auch mal als Bohrmaschine genutzt zu werden, aber dies ist mehr als Notlösung zu sehen, wenn es mal wieder schnell gehen muss oder die richtige Maschine nicht mit dabei ist. Bohrhämmer und deren Getriebe sind halt auf das Bohren in Beton hin optimiert, bei Schlagbohrmaschinen kann das Getriebe komplett anders konstruiert werden (kraftvoller).

Meine Vorgehensweise bei der Maschinenwahl:
Beton, harter Ziegel usw -> Bohrhammer
Holz, Metall oder Farbe anrühren (alles ohne Schlag natürlich ;-)!), Ziegel, leichtes Mauerwerk (z.B. Gasbeton, Wäredämmziegel), Kalksandstein usw. -> Schlagbohrmaschine

VG
Berthold

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upps, da habe ich mich wohl etwas mißverständlich ausgedrückt.
daß ein bohrhammer bei bohren in beton und mauerwerk erste wahl ist
und von der schlagbohrmaschine nicht erreicht wird, ist klar.
aus diesem grunde habe ich mir ja meinen gbh gekauft.
durch die möglichkeit, die bohrfutter zu wechseln, habe ich ja
dann auch zwei vollwertige bohrmaschinen in einer.

mich interessierte eher, für welche zwecke eine schlagbohrmaschine
gebaut wird?
in weichen bzw empfindlichen baustoffen kann ich ja auch mit meiner gbh arbeiten.
dann halt nur mit "gebremstem schaum" ..... hatte da bisher noch keine probleme.

gruß vom meister


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Servus!

Ganz einfach, das Schlagwerk einer Schlagbohrmaschine ist einfacher, kompakter und billiger. Außerdem haben die auch höhere Drehzahlen.

MfG
Marco

Dieser Beitrag wurde editiert von meier15 am 22.08.2012, 17:58 Uhr
Begründung: Tippfehler


Mia san fucking mia!

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für die höhere drehzahl zum bohren mit kleinen durchmessern in metall reicht doch aber dann eine "normale"
bohrmaschine. für alles andere einen bohrhammer. wozu da noch das zwischending ....

verwirrte grüße vom meister

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...habe ich ja dann auch zwei vollwertige Bohrmaschinen in einer.
 
Nicht ganz.
Es kommt halt darauf an....

Klar kommt ein SDS-Bohrhammer mit Wechselfutter für Rundschaftbohrer der ominösen
"eierlegenden Wollmilchsau" schon sehr nahe....aber halt nur fast.

Auch ein Wechselfutter hat durch eben diese Eigenschaft (das es gewechselt werden kann) höhere Toleranzen und deswegen mehr Spiel (wenn auch nicht viel).
Gerade bei Bohrungen z.B. in Stahl ist aber geringes Spiel wichtig (je wichtiger, desto kleiner der Bohrerdurchmesser ist).
Klar wird auch eine Handbohrmaschine nie eine Säulenbohrmaschine in Sachen Präzision ersetzen können.
Hier spielt (wie oben auch erwähnt) dann auch die Drehzahlen eine größere Rolle.
Auch bei Bohrungen in Holz hat eine Schlagbohrmaschine Vorteile.
Hier leistet z.B. eine GSB mehr (z.B. Vergleich bei 850Watt die GSB18-2RE mit dem GBH 2-28DFV)

Die GSB kann 10mm mehr in Holz als der GBH.

Als nächstes kannst du mit einem Bohrhammer bei Weitem nicht so feinfühlig anbohren wie mit einer Schlagbohrmaschine (gerade wenn es um Putz geht).
Nicht umsonst hat Hilti Bohrhämmer mit einem "Feinschlag" wie z.B. die TE-2S
www.hilti.de/holde/page/module/product/prca_rangedetail.jsf

Der wichtigste Unterschied ist wohl, das dass Ratschenschlagwerk (Schlagbohrmaschine) von Anfang an läuft (womit auch das feinfühlige Anbohren gewährleistet ist).
Das Hammerwerk geht aber erst unter leichtem Druck auf das Werkstück so richtig zur Sache.

Auch die Schlagzahlen spielen dabei eine Rolle (z.B. Vergleich bei 850Watt die GSB18-2RE mit dem GBH 2-28DFV)
Hier stehen sich Schlagzahlen von max. 4000 = GBH zu max. 51.000 = GSB gegenüber.

Auch ist die GSB deutlich kleiner und leichter und dadurch natürlich handlicher.
Das Hammerwerk, sowie durch die höhere Belastung notwendige massivere Bauteile machen einen GBH immer etwas größer und schwerer.
Ein halbes Kilo merkt man schon, wenn man den ganzen Tag damit arbeitet.
Auch die Getriebeauslegung ist etwas unterschiedlicher, da die Gewichtung des Einsatzgebietes anders ist.

Ich hab vor kurzem mehrer Videos gedreht für einen Systemvergleich zwischen Schlagbohrmaschinen (Akku und Kabel) und Bohrhammer (Akku). O.k., ging da eher um die Bohrleistung, aber man sieht sehr gut (was auch mein Fazit war) das für Baustoffe (außer Beton) die Schlagbohrmaschine Erste Wahl bleibt.

www.bosch-pt.de/professional/community/board/11/topic/5128/4/.html#23818

Es ist halt wie immer im Leben, es kommt darauf an was man damit hauptsächlich macht!!!!

Wenn der GBH für dich auch eine GSB ersetzt, dann hast du dir eine Maschine gespart.

Welche Kombi für dich am sinnvollsten ist (GBM und GBH oder GBH und GSB oder doch GSB und GBM) musst letztlich du selber entscheiden, da du deinen Einsatzzweck am Besten kennst.
Aber einer der Hauptsächlich in Mauersteine Bohrt und auch noch zusätzlich Holz- und/oder Stahlbohrungen machen muss wird vermutlich zu einer GSB greifen.

Dieser Beitrag wurde editiert von Hermen am 22.08.2012, 18:38 Uhr
Begründung: .


Nichts ist beständiger wie die Veränderung!

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Danke Allen,

wir hätten es nicht besser beschreiben können. Evtl. ein kleiner Hinweis: eine Schlagbohrmaschine kann in einen Bohrständer eingesetzt werden, was beim Bohrhammer nicht oder nur bedingt möglich ist (Spiel des Bohrers -axial und vertikal - in der Werkzeugaufnahme).

Beste Grüße
Das Bosch Blau Experten-Team

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