Welche Bohrer kaufen?
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Geschrieben am
Moin
Ich habe Schürmannseisen die bereits an der Wand saßen (Soganker) nachdübeln wollen.
Die Eisen sind Baustahl, ca. 5mm dick und 30mm breit, da musste ich 14Stück 10mm Löcher haben.
Habe mit 7 vorgebohrt, dann mit 10er nachgebohrt, alles freihand, teilweise vom Arbeitsbock aus mit ausgetrecktem Arm, also Druck nicht so gleichmässig wie in Bauchhöhe.
Bohrer, Metabo Promotion HSS G, nagelneu.
Erstes Loch ging prima, 2. auch. beim 3. Loch piepte der Bohrer, hörte auf zu schälen Ende.
Nächster Bohrer gleiches Spiel.
Ich muss aber gestehen das ich beim durchstechen etwas in Kalksandmauerwerk gekommen bin weil ich kein Sperrholzstück dahinter schieben konnte, die Eisen waren bereits festgenagelt.
Das ist für die Bohrer sicher nicht förderlich gewesen? oder egal?
Als ich fertig war sah das Bohrsortiment übel aus, stumpf, ausgeglüht und Ecken abgebrochen..reif für denMüll oder nachschärfen.
Welche Bohrer würdet ihr euch für solche Fälle kaufen?
Danke
Gruss Willy



 
Gelöschter Benutzer
Geschrieben am
Morgen,
manchmal sibd die Arbeitsbedingungen einfach so, dass es Material kostet.
Einen Metallbohrer, der Mauerwerk abkann, kenne ich nicht.
Ich hätte das Eisen ohne vorbohren direkt mit dem 10er gebohrt- das vohrboren bringt oft einen unruhigen Lauf des nachfolgenden Bohrers.
Aber manchmal geht es einfach nicht anders.
Und mit ausgestrecktem Arm Metall zu bohren ist ne Nummer für sich.
Gruss, Dietmar Hirsch
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Geschrieben am
Guten Morgen.

Da ich auch hauptsächlich mobil unterwegs bin, kenne ich solche widrigen Bedingungen auch zur Genüge.
Da könnte man manchmal nur heulen, weil gegen jede Vernunft doch das Eine oder Andere Einsatzwerkzeug regelrecht geopfert werden muß...
Aber ich bohre in Metall grundsätzlich vor, wenn ich auf 10mm kommen will. Und dies sogar in 4 Schritten. Beginnend mit einem Körnerschlag, dann bohren mit 4-4,5mm, dann 7-8mm und erst am Ende mit 10mm.

Das Beste was ich bisher an Metallbohrern gekauft habe, (noch bei Papa Schlumpf), war das große, 25tlg. Metallbohrer-Set HSS-Co, DIN 338, eine Cobalt Legierung,  2 608 587 018.
http://www.bosch-pt.com/de/de/accocs/zubehoer/2477093/28943/metallbohrer-sets-hss-co-%28cobalt-legierung%29-din-338/25tlg-probox-metallbohrer-set-hss-co-din-338-%28cobalt-legierung%29/

Super, super, super. Die kann ich Euch ohne Bedenken empfehlen, weil ich damit selber höchst zufrieden bin. Nichts anderes kommt mehr bei mir in die L-Boxx. (Siehe Photo, LS-BOXX-Schublade, hinten links.)

Dieser Beitrag wurde editiert von Hallenser2.0 am 04.04.2015, 07:29 Uhr
Begründung: Photo eingefügt


EHRE, DEUTSCHES VOLK UND HÜTE, TREULICH DEINEN HANDWERKSSTAND. ALS DAS DEUTSCHE HANDWERK BLÜHTE, BLÜHTE AUCH DAS DEUTSCHE LAND. HANS SACHS

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Dachdecker/ Zimmermann
Geschrieben am
Moin
Danke euch!
Es ist bei mir auch beleibe nicht das erste Mal das ich eine Garnitur Bohre schrotte.
Früher war ich mal einigermassen in der Lage die Bohrer zu schärfen, heute sehe ich das nicht mehr so richtig, mal glückts mal nicht..ich kauf da lieber neue.
Früher hiess es mal man solle "HSS E" kaufen, sind die CO-Bohrer die Nachfolger?
Gruss Willy

 
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Geschrieben am
@Willy

Um in Baustahl zu bohren würde ich einen normalen HSS Bohrer nehmen. Das Problem ist nur das Durchbohren in den Stein. Das macht den Bohrer stumpf. Alternativ kannst du einen Hartmetallbohrer nehmen. Der hat eine höhere Standzeit. Ist allerdings auch teurer.
Das Problem mit dem Ausglühen des Bohrers liegt in der zu hohen Drehzahl, die Du wahrscheinlich verwendet hast. 10mm HSS freihand in Stahl - nicht mehr als 400 U-1.
Das "Piepsen" des Bohrers kannst Du abstellen, indem Du die Schneiden mit Öl schmierst. In der Industrie verwendet man Kühlschmiermittel, aber es reicht auch normales "Haushaltsöl".
Das mit dem Vorbohren ist richtig, aber doch nicht so groß. Bei einem 10er Loch mit 7mm vorbohren bringt das Problem daß der Bohrer anfängt zu rappeln, die Ecken brechen weg oder glühen aus. Klar geht das am Anfang leichter, wenn Du in mehrern Schritten so ein Loch bohrst, aber der Bohrer ist auch schnell kaputt.
Vorbohren solltest Du nur mit einem kleinen Bohrer der der Querschneide des 10er Bohrers entspricht. ca 2 bis 3 mm.
Um noch mehr Druck von der Schneide zu nehmen kann man den Bohrer "Ausspitzen". Das bedeutet: Die Querschneide wird durch schräges anschleifen unter 45 Grad zur Mitte hin verkleinert.

Gruß
bluefire
 

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Co-Bohrer sind keine Nachfolger...es sind eigentlich spezielle Bohrer für Edelstahl. Aber man kann damit auch normalen Stahl bohren. Nur brechen sie auch leichter. Die TiN-beschichteten sind auch oft eine gute Wahl.

Das ist aber nicht der Grund warum sie Schrott sind. Mit dem Vorbohren ist schon alles richtig gemacht worden, obwohl ich da auch eher die dreifach-Hallenser-Variante bevorzuge. Stahl immer vorbohren.

Wenn ich das mache habe ich immer Schneidfett oder Rocol an den Bohrern. Dann werden sie nicht heiß. Ebenso hilft langsam bohren eher als zu schnell bohren. Der Spanfluß ich wichtig. Die richtige Drehzahl hat man dann wenn der Span "fließt".

Gruß GW
 

ACHTUNG: Texte können Spuren von Ironie und Sarkasmus enthalten! Zu Risiken und Nebenwirkungen konsultieren Sie ihren Psychiater.

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Geschrieben am
Hallo Higw65,

das Problem mit TIN-beschichteten Bohrern ist, sie sind nur gut solange sie neu sind. Nach dem Anschleifen ist die Beschichtung weg und sie verhalten sich dann genau so wie HSS Bohrer.

Gruß
bluefire

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Geschrieben am
Das ist richtig...nur halten sie am Anfang schon relativ lange.

Davon abgesehen ist eh der Schliff und die Behandlung das Wichtigste. Ich habe auch schon reichlich Bohrer geschrottet und manchmal mit billigeren Bohrern bessere Ergebnisse erzielt als mit den teuren toll angepriesenen. Hab welche beim Schleifen versaut und reichlich Co-Bohrer abgebrochen. Beim Verarbeiten von VA kommt da eben vor.

Aber seitdem ich mit Rocol (das gute alte Zeug) Bohrerund Sägeblätter kühle ist das deutlich weniger geworden. Den Tipp hat mir mal ein Bekannter gegeben der im Anlagenbau in der Lebensmittelverarbeitung tätig ist. Wir machen ab und zu mal was zusammen...kleine Basteleien aus VA ;-)

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Geschrieben am
Huhu,

na das ja mal nen Thema für mich, hab von meinem Schwiegervater nen haufen M20 VA Rohre geschenkt bekommen, habt ihr empfehlungen für gute VA Bohrer? Will da eventuell ne Rankhilfe für meine Frau ihr Blumengedöns basteln, mal sehen. Nur ohne Bohrer kann man nichts verschrauben und nen Schweißgerät hab ich leider nicht.

 

mfg Georg

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Kommt darauf an was Du an Geräten hast
  • HSS-Co-Bohrer + Kühlfett sind der erste Part. Boshc hat brauchbare im Programm. Auch als Set
  • Immer ankörnen
  • Je nach Durchmesser vorbohren
  • Langsam bohren mit geringer Geschwindigkeit...und ich meine gering! Auch wenn genug Leute der Meinung sind dass man schnell bohren muss..bei VA nicht. Nicht umsonst drehen die Kreissägen für VA irgendwo zwischen 30 und 60 Umdrehungen in der Minuten beim Sägen.
  • Wenn ein Bohrständer mit Schraubstock vorhanden ist...dann ist das gut...oder aber eine Standbohrmaschine.

Gruß GW

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